Titel: Schreiben auf Englisch: Meine Lieblingstools

Schreiben auf Englisch: Meine Lieblingstools

Ich schreibe viel auf Englisch und kann das auch sehr sicher. Auch auf Englisch kann ich Texte einfach runterschreiben, ohne viel nachdenken zu müssen. Und auch auf Englisch ist mein erster Textentwurf dann oft – naja – ausbaufähig. Genauso wie meine ersten Textentwürfe auf Deutsch: Beim ersten Entwurf schreibe ich einfach drauflos, danach geht es an die Feinarbeiten.

Hier merke ich dann den Unterschied: Deutsch ist meine Muttersprache, Englisch nicht. Deswegen nutze ich beim Schreiben (bzw. Überarbeiten) auf Englisch manchmal exzessiv Tools – für Rechtschreibung, Grammatik, Korrekturen oder Synonyme. Vor allem dann, wenn ein Text professionell klingen soll, oder wenn ich mal wieder ein Brett vor dem Kopf habe und mir ein Wort nicht einfällt oder ich bei einer Formulierung unsicher bin, lasse ich mir von Tools helfen.

Gerade im KI-Zeitalter – aber auch schon vorher – gibt es großartige und hilfreiche Tools, mit denen ich meine englischsprachigen Texte auf ein ganz anderes Level heben kann. Genau dafür sind Tools unschlagbare Werkzeuge: Texte verbessern und optimieren. Einen Text schreiben in einer Sprache, die man nicht wirklich kann, funktioniert auch mit diesen Tools nicht. Im Gegenteil: Je besser man eine Sprache beherrscht, desto nützlicher sind die Tools.

Denn Tools sind eben nur das – Tools. Werkzeuge. Praktische Helferlein, die dir einiges an Arbeit abnehmen können – die aber nicht für dich denken können. Nur, wenn du selbst fit im Englischen bist, kannst du das passende Synonym aus den vielen Vorschlägen auswählen oder beurteilen, ob die vorgeschlagene neue Formulierung wirklich zu deinem Text passt.

Hier sind sie also – meine Lieblingstools für das Schreiben auf Englisch.

Online-Wörterbuch mit Forum: Der gute alte Leo

Das LEO-Wörterbuch Deutsch – Englisch  gibt es bereits seit 1996. Seitdem wurden weitere Sprachen hinzugefügt, und neben dem Wörterbuch gibt es auch Vokabeltrainer und Sprachkurse, eine Grammatik-Seite mit englischer und deutscher Grammatik sowie eine App.

Wie in jedem Wörterbuch kann man bei Leo Begriffe recherchieren. Man gibt einen deutsch- oder englischsprachigen Begriff ein und bekommt daraufhin eine lange Liste von Ergebnissen, was dieser Begriff in verschiedenen Zusammenhängen bedeuten kann.

Für den Begriff plugin z. B. nennt Leo die u. a. die Übersetzungen Plug-in, Zusatzprogramm, Einsteckelement und Steckvorrichtung. Hieran sieht man auch sehr deutlich, wie wichtig es ist, nicht einfach nur Wörter nachzuschlagen und zu übernehmen, sondern Hintergrundwissen einzubringen (oder zu recherchieren): Ein Zusatzprogramm ist schließlich etwas anderes als eine Steckvorrichtung. Wenn man z. B. einen Artikel zum Thema Bloggen übersetzt und darin von einer Sicherheits-Steckvorrichtung für den Blog schreibt, versteht niemand, dass ein Sicherheits-Plugin gemeint ist. Sicherheits-Zusatzprogramm würde man schon eher verstehen – aber bei Sicherheits-Plugin ist sofort klar, was gemeint ist.

Eine Besonderheit bei Leo ist das Forum. Wenn man mal wirklich nicht weiterweiß, kann man hier Fragen stellen – was ich tatsächlich noch nie gemacht habe. Denn oft haben schon andere nach demselben oder einem ähnlichen Begriff gefragt, in diesen Threads z. B. nach Plugin. Oft findet man so im Forum noch zusätzliche Informationen, oder man erhält Antworten, die einem das Wörterbuch nicht geben konnte.

Seit über 25 Jahren nutze ich Leo mal mehr und mal weniger. Es ist immer noch eines meiner Lieblingstools für Englisch!

Englisch-Deutsch: Collins German Dictionary

Das Collins English Dictionary habe ich in der Uni im Anglistik-Studium kennengelernt, als klassisches Wörterbuch aus Papier. Es war das Wörterbuch, das wir bei Klausuren verwenden durften, und auch zu Hause habe ich es oft benutzt. Tatsächlich steht es immer noch bei mir im Regal.

Heute verwende ich allerdings vorwiegend die Online-Version des Wörterbuchs. Neben dem einsprachigen Wörterbuch gibt es Wörterbücher in verschiedenen Sprachen sowie Sprach-Spiele und Blogartikel.

Für die Suchanfrage plugin zeigt das Collins German Dictionary zuerst die Übersetzung des Verbs plug in an – hineinstecken, einstöpseln, anschließen. Darunter erst kommen die Übersetzungen des Adjektivs (anschließbar) und des Nomens (Plug-in, Zusatzsoftware).

An den unterschiedlichen Ergebnissen der beiden Wörterbücher Leo und Collins sieht man auch, wie wichtig es ist, mitzudenken und die Sprache, in der man schreiben oder aus der man übersetzen möchte, auch gut zu beherrschen. Denn nur so weiß man, welcher der verschiedenen Begriffe wirklich das ausdrückt, was man sagen will.

Dieses Wörterbuch verwende ich nur gelegentlich. Meistens nutze ich auf Collinsdictionary.com allerdings das einsprachige Wörterbuch.

Einsprachiges Online-Wörterbuch: Collins English Dictionary

Die Online-Version des Collins English Dictionary zeigt auf Suchanfragen hin sehr ausführliche Ergebnisse aus verschiedenen Wörterbüchern des Verlages (z. B. Collins COBUILD Advanced Learner’s Dictionary oder Collins English Dictionary) sowie Synonyme und Beispielsätze.

Für die Suchanfrage plugin findet Collins verschiedene Bedeutungen des Verbs plug in oder plug into, sowie die Definitionen des Adjektivs und des Nomens plug-in oder plugin. Weiter unten stehen nochmal Definitionen des Verbs und Nomens plug in bzw. plug-in im britischen Englisch und im amerikanischen Englisch.

Hier bekommt man also detaillierte Informationen über die verschiedenen Bedeutungen eines Begriffs in verschiedenen Wortarten und Varianten der englischen Sprache.

Noch mehr als bei zweisprachigen Wörterbüchern ist es also wichtig, die Sprache gut zu beherrschen. Ich nutze das Collins English Dictionary beim Schreiben auf Englisch z. B. dann, wenn ich ein Wort im Kopf habe, aber nicht sicher bin, ob es tatsächlich so in diesem Zusammenhang verwendet werden kann. Oder wenn mir ein Thesaurus Synonyme vorschlägt, die mir gut gefallen, aber bei denen ich unsicher bin, ob sie passen. Gerade für diese Zwecke verwende ich am liebsten einsprachige Wörterbücher, da man hier noch genauere Definitionen findet als in zweisprachigen Wörterbüchern, die lediglich übersetzen.

Das Collins English Dictionary nutze ich nicht ganz so viel wie manch anderes Tool, aber zwischendurch brauche ich es immer mal wieder, weil es – gerade auch für britisches Englisch – so genaue und detaillierte Informationen anzeigt.

Wörterbuch mal anders: Linguee

Ein etwas anderes Wörterbuch ist Linguee, das auch zum Schreib- und Übersetzungs-Tool DeepL gehört. Linguee gibt es für verschiedene Sprachkombinationen, und das Englisch-Deutsch-Wörterbuch verspricht eine Suche in einer Milliarde Übersetzungen.

Das ist auch das Besondere dieses Wörterbuchs: Es zeigt nicht einfach nur eine Übersetzung des gesuchten Wortes und dazu wenige Beispielsätze in einer Sprache an, sondern eine lange Liste von Beispielsätzen in beiden Sprachen, die aus verschiedenen externen Quellen stammen. So kann man nachvollziehen, wie das gesuchte Wort an verschiedene Stellen und in verschiedenen Zusammenhängen übersetzt wurde.

Bei einer Suche auf Linguee wird das Wort Plugin tatsächlich auch in allen angezeigten Beispielen mit plugin übersetzt. In der Suche nach dem Begriff tool dagegen tauchen in den Beispielsätzen – je nach Zusammenhang – auch die Begriffe Mittel, Werkzeug, Instrument oder Hilfsmittel auf.

Gerade wenn man sich bei einem Wort unsicher ist, ist Linguee eine hervorragende Quelle, da der gesuchte Begriff in verschiedenen Textbeispielen und Zusammenhängen angezeigt wird. So kann man nachschauen, wie dieses Wort sonst verwendet wird, und besser verstehen, wie es in den eigenen Text passt (oder eben auch nicht passt).

Verbunden mit der Schreibsoftware Scrivener: Dictionary.com

Seit ich viel mit Scrivener schreibe, nutze ich häufiger Dictionary.com. Dieses Online-Wörterbuch ist nämlich direkt in Scrivener verlinkt: Man markiert ein Wort in einem Scrivener-Dokument, klickt die rechte Maustaste und wählt unter Writing Tools den Link Dictionary.com aus – und schon öffnet sich im Browser die Seite mit der Definition des gesuchten Wortes.

Diese Funktion nutzte ich z. B. dann, wenn mir ein Wort einfällt, ich aber nicht sicher bin, ob man das in dem Zusammenhang so verwenden kann. So kann ich mit einem Klick ein Wort nachschlagen und mir Definitionen, Informationen zum Wortursprung und Beispielsätze anzeigen lassen. Von der Ergebnissseite auf Dictionary.com kommt man mit einem Klick auf View synonyms direkt auf Thesaurus.com, wo es eine wirklich gute und detaillierte Auswahl an Synonymen gibt.

Natürlich kann man Dictionary.com auch ganz normal im Browser aufrufen und das gesuchte Wort eingeben. Wenn man den Begriff plugin eingibt, erscheint die Meldung, dass keine Ergebnisse gefunden werden. Aber darunter wird gefragt, ob man vielleicht plug in gemeint hat? Wenn man darauf klickt, bekommt man verschiedene Definitionen für das Verb und das Nomen angezeigt, und des Weiteren kann man zwischen Definitionen in den Varianten American, British und Scientific wählen.

Dieses Online-Wörterbuch liefert ausführliche Informationen zu jedem Wort, und gerade beim Schreiben mit Scrivener möchte ich es nicht mehr missen.

Wie kann man noch sagen …? – Thesaurus.com!

Thesaurus.com nutze ich exzessiv! Ich glaube, ich könnte gar nicht mehr ohne. Englisch ist nun einmal nicht meine Muttersprache, und so kommt es immer mal vor, dass mir ein Wort nicht einfällt oder dass ich total unkreativ immer wieder dieselbe Formulierung verwende. Gut, dass es dieses Synonym-Nachschlagewerk gibt!

Genauso wie Dictionary.com ist Thesaurus.com direkt in Scrivener verlinkt und kann über die rechte Maustaste unter Writing Tools aufgerufen werden. Schon öffnet sich Thesaurus.com im Browser, und man sieht eine große und gut sortierte Auswahl an Synonymen. Im Menü links kann man Synonyme für die verschiedenen Bedeutungen eines Wortes aufrufen – für das Wort plug-in z. B. mit den Bedeutungen component, constituent oder junction.  Für jede dieser Bedeutungen zeigt Thesaurus.com eine Liste an möglichen Synonymen an – in diesem Beispiel sind es nur wenige Vorschläge für die Bedeutung component, aber viele Alternativen für die Bedeutung junction.

Die Synonym-Listen in den Ergebnissen sind abermals unterteilt in Strongest matches, Strong matches und Weak matches. Das macht es noch ein Stück übersichtlicher. Wenn man auf einen der Begriffe in der Ergebnisliste klickt, werden die Synonyme für diesen Begriff angezeigt. Das mache ich tatsächlich oft, wenn ich entweder bei den Ergebnissen nichts wirklich Passendes gefunden habe (ja, trotz der zahlreichen Vorschläge kommt das mal vor), oder wenn ich bei einem Synonym nicht sicher bin, ob es wirklich passt, und deswegen mehr Informationen möchte.

Über den Link Definition for plug-in auf der Ergebnisseite gelangt man direkt zur Definition des Begriffs auf Dictionary.com, was ich auch häufig nutze, wenn ich mehr über die Bedeutung eines Wortes wissen will oder sicher sein will, ob es wirklich in den Zusammenhang passt, in dem ich es verwenden will.

Thesaurus.com ist einfach unschlagbar, wenn man als Nicht-Muttersprachler seinem aktiven Wortschatz auf die Sprünge helfen will. Vorsicht allerdings: Es kann passieren, dass man sich viel zu lange dort aufhält und sich durch zu viele Wörter klickt.

Rechtschreibung und Grammatik: LanguageTool

Natürlich haben viele Programme standardmäßig eine Rechtschreib- und Grammatikprüfung integriert, die einen gleich beim Schreiben auf Fehler hinweist. Praktisch. Oder?

Ehrlich gesagt – nein. Oft schalte ich diese Funktion aus. Mich nervt es eher, als dass es hilft, denn ich schreibe Notizen, Ideen und erste Textentwürfe gerne mal so runter, ohne auf Rechtschreibung, Tippfehler etc. zu achten. Oder ich habe Sprachchaos in meinem Kopf und schreibe mal einen Satz auf Deutsch und mal einen auf Englisch – was so eine Rechtschreibprüfung auch als Fehler ansieht. Beim Schreiben irritiert mich das nur.

Erstmal schreibe ich meinen Text. Überprüfen und Korrigieren mache ich dann, in einem getrennten Schritt. Manchmal mit der integrierten Rechtschreibprüfung, oft aber mit dem LanguageTool. Das ist ein KI-basiertes Prüftool, und man kann Texte in verschiedenen Sprachen überprüfen lassen. Das Tool kontrolliert Rechtschreibung und Grammatik und schlägt stilistische Verbesserungen vor.

Oft kopiere ich Absätze aus Scrivener in den LanguageTool-Editor, schaue mir die Vorschläge an – und korrigiere dann meinen Text in Scrivener. Von den stilistischen Verbesserungen übernehme ich nicht alle; nur die, die auch zu meinem Text passen. Oder ich bemühe andere Tools, z. B. Thesaurus.com, um eine andere Formulierung zu finden.

Einfacher geht es über das LanguageTool Add-on (für Google Docs oder den Browser) oder das Add-in (für MS Word). Wenn man diese Funktionen installiert, werden gleich beim Schreiben mögliche Fehler angezeigt und verschiedenfarbig unterstrichen – rot für Rechtschreibfehler, gelb für Grammatikfehler und lila für Stil. Man kann das unterstrichene Wort anklicken und bekommt weitere Informationen, und man kann die vorgeschlagene Korrektur mit einem Klick übernehmen – oder ignorieren. Wenn das Tool ein Wort, wie z. B. einen Namen, nicht kennt, kann man es zum Wörterbuch hinzufügen, sodass es in Zukunft nicht mehr als Fehler angestrichen wird.

Auch jetzt, beim Überarbeiten dieses Blogartikels, verwende ich das LanguageTool-Add-on im Browser, um Tippfehler schnell finden und korrigieren zu können. Wenn ich gerade den ersten Entwurf runterschreibe und nicht von Korrekturen irritiert werden will, kann ich das Browser-Add-on auch vorübergehend deaktivieren.

Eine weitere Funktion im LanguageTool-Editor ist das Umformulieren, womit man sich alternative Vorschläge für Formulierungen machen lassen kann. Man kann hierfür Zielsetzungen auswählen, wie z. B. Neutral und wissenschaftlich oder Individuell und begeisternd, allerdings habe ich bis jetzt keinen Unterschied in den Vorschlägen für die unterschiedlichen Zielsetzungen festgestellt.

Für reine Rechtschreib- und Grammatikprüfung ist das LanguageTool super, und auch manche stilistischen Vorschläge sind nicht schlecht. Aber es gibt Tools, die Stil und Umformulierungen besser können.

Übersetzer und KI-Schreibassistent: DeepL

Eigentlich ist DeepL ein Übersetzungs-Tool, aber inzwischen gibt es auch den KI-Schreibassistenten DeepL Write. Wenn ich Texte auf Englisch schreibe, nutze ich beide Tools.

DeepL kann in und aus 35 Sprachen übersetzen. Ich nutze den Übersetzer manchmal als erweitertes Wörterbuch, um mir eine Wortfolge oder einen Satz übersetzen zu lassen. Das ist z. B. dann praktisch, wenn ich eine Idee habe, aber nicht sicher bin, wie ich das auf Englisch am besten ausdrücken kann. Wie bei allen anderen Tools übernehme ich auch hier nicht einfach die Vorschläge, sondern achte darauf, dass es auch zu meinem Text passt – oder ich schaue zusätzlich nochmal in anderen Tools nach Definitionen oder Synonymen.

Richtig begeistert bin ich von dem KI-Schreibassistenten DeepL Write. Dieses Tool funktioniert in acht verschiedenen Sprachen bzw. Varianten, und in der kostenpflichtigen Pro-Version verspricht DeepL höchste Datensicherheit, d. h., dass Texte nur so lange gespeichert werden, wie sie benötigt werden, und auch nicht zum Trainieren der KI verwendet werden.

In DeepL Write gibt man in das linke Feld einen Text ein, und im rechten Feld wird die neue, verbesserte Version angezeigt. Um genauere Ergebnisse zu erhalten, kann man Schreibstil (z. B. einfach oder akademisch) und Ton (z. B. freundlich oder diplomatisch) auswählen – und, im Gegensatz zum Umformulieren im LanguageTool, sieht man hier wirklich teilweise große Unterschiede in den Ergebnissen!

Da man beide Texte – den eigenen und den korrigierten von DeepL Write – direkt nebeneinander sieht, kann man beide Versionen vergleichen. Zusätzlich kann man im rechten Feld einzelne Wörter anklicken und sich weitere Formulierungen oder Begriffe anzeigen lassen. So nutze ich DeepL Write oft auch einfach als erweiterten Thesaurus, der mir eben nicht nur Synonyme für einzelne Begriffe anzeigen kann, sondern für ganze Sätze oder Wortfolgen.

DeepL ist auf jeden Fall eines meiner absoluten Lieblingstools! Allerdings gilt auch hier: Mitdenken und nicht einfach alle Formulierungen blind übernehmen. Wenn ich z. B. akademisch auswähle, erhalte ich oft Formulierungen, die sehr kompliziert klingen und meilenweit von meinem Schreibstil weg sind – und das ist ja nicht Sinn der Sache und auch nicht, wie ich KI-Tools beim Schreiben nutzen will. Aber meistens sind gute Ideen dabei, und ich kann auch von einem sehr akademisch formulierten Vorschlag einzelne Begriffe oder Wortfolgen übernehmen.

Wie nutze ich die Tools?

So viele Tools, mit so vielen Vorschlägen für Begriffe und Korrekturen, einzeln oder untereinander kombiniert … wie werde ich so jemals mit einem Text fertig?

Natürlich überprüfe ich nicht jedes einzelne Wort oder jeden einzelnen Satz ausführlich mit jedem Tool. Da würde ich in der Tat nie einen Text fertiggeschrieben bekommen.

Oft läuft es auch bei mir so, dass ich einen Textabschnitt im LanguageTool-Editor überprüfen lasse und ein paar Tippfehler korrigiere. Manchmal suche ich kurz Synonyme für ein Wort auf Thesaurus.com, schaue vielleicht noch schnell auf Dictionary.com oder im Collins English Dictionary – und bleibe dann doch bei dem Wort, das ich ursprünglich geschrieben hatte, weil nichts von den Vorschlägen wirklich passt.

Manchmal halte ich mich aber in der Tat lange an einem Satz oder Textabschnitt auf. Ich klicke mich durch die Synonyme, schaue zusätzlich in verschiedenen Wörterbüchern nach, lasse mir verschiedene alternative Formulierungen anzeigen und arbeite mich Stück für Stück vor.

Manchmal habe ich auch diese Brett-vorm-Kopf-Momente: Ich suche ein Wort oder ein Synonym, sehe die Ergebnisse – und denke: Ah, das kenne ich noch, warum ist mir das nicht eingefallen? Auch bei Formulierungen in DeepL Write kommt das mal vor, dass ich denke: Das klingt gut – aber darauf hätte ich auch selbst kommen können.

Das ist ja das Großartige bei diesen Tools: Sie helfen meinen grauen Zellen auf die Sprünge, wenn mein Gehirncomputer mal wieder hängt. Weil ich einen nicht so guten Tag habe, oder weil ich schon so lange an dem Text sitze, dass mein Gehirn den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht und mir die einfachsten Dinge nicht mehr einfallen. Eben diese Brett-vorm-Kopf-Momente.

Ohne meine Tools wären gerade meine englischsprachigen Texte nur halb so gut. Aber natürlich sind es meine Texte. Tools sind Tools – Hilfsmittel. Werkzeuge. Aber ich als Autorin habe die künstlerische Leitung. Ich entscheide, welches Synonym, welche Übersetzung oder welche der vorgeschlagenen Formulierungen ich verwende – oder ob ich sie eben nicht verwende.

Was sind eure Lieblingstools für das Schreiben auf Englisch? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

 

 

2 Gedanken zu „Schreiben auf Englisch: Meine Lieblingstools“

  1. Ich benutze auch total gerne Linguee und Thesaurus.com. Habe hier tatsächlich auch noch ganz old-school einen Thesaurus aus Papier im Regal stehen, den muss ich 97 oder 98 gekauft haben. Und ich kenne das, wie leicht es ist, darin beim Stöbern hängen zu bleiben.

    Zum Training für meine grauen Zellen mache ich gerne die Quordles und die anderen damit verlinkten Spiele bei Merriam-Webster. Das hält auf jeden Fall die fünfbuchstabigen Wörter lebendig 🙂

    https://www.merriam-webster.com/games/quordle/
    https://www.merriam-webster.com/games/twofer-goofer

    Am meisten bringt am Ende auch einfach das aktive Dranbleiben.

    Liebe Grüße
    Angela

    1. Die Spiele bei Merriam-Webster kenne ich noch gar nicht, muss ich mir mal anschauen. 😀
      Stimmt, Dranbleiben bringt bei Sprachen immer am meisten – wobei ich manchmal auch betriebsblind werde, wenn ich lange an einem Text feile; dann brauche ich auch die Tools, um auf mehr Ideen zu kommen.

      Liebe Grüße!

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